A1 (RH neg.) – das ist (in abgekürzter Form) meine Blutgruppe. Die kenne ich deshalb, weil ich, kaum war mein 18. Geburtstag gefeiert, zur Blutspende an den Wismarer Dahlberg lief.
Blutspenden rettet Menschenleben und ist fast gar nicht schlimm. Tut nur ganz kurz weh, dauert kurze 5 bis 10 Minuten und die ärztliche Kontrolluntersuchung ist inklusive :-) Außerdem gibt es bei den meisten Spendestationen eine kleine Aufwandsentschädigung. Man versorgt also nicht nur kranke Menschen mit Blut, sondern auch das eigene Portmonee mit Kleingeld.
Blutspenden dürfen Frauen 4 Mal, Männer 6 Mal im Jahr. Vorher viel Trinken (aber keinen Alkohol!). Danach bitte kein Autofahren. Mehr gibt es fast nicht zu beachten.
Wer mehr als nur 3 bzw. 4 Mal im Jahr was Gutes tun will, kann nebenbei Plasma spenden. Auch das habe ich ca. 2 Jahre gemacht. Das erste Mal war nicht so schön. Noch während des Spendens wurde mir schwarz vor Augen und ich fühlte mein Bewusstsein schwinden. Mein Blutdruck war gar nicht mehr im Normalbereich. Danach wollte ich es eigentlich nie wieder tun...
Aber dann probierte ich es doch noch ein zweites Mal. Aufgeben ist nicht so mein Ding. Und mein Körper gewöhnte sich tatsächlich dran. Alle zwei Wochen besuchte ich nun einen Plasma Service in Rostock (und später in Bielefeld). Eine Plasma- dauert länger als eine Blutspende, nämlich ca. 45 Minuten. Der Grund: Zunächst wird Blut entnommen, das dann in einer Zentrifuge vom Plasma getrennt wird. Das Plasma kommt in einen Auffangbehälter (ist ganz schön gelb das Zeug), während das Blut zurück in den Körper gepumpt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich etwa 3 Mal. Am Ende kommt noch ein bisschen Kochsalzlösung in die Vene, Verband drum und dann darf man wieder gehen.
Um ehrlich zu sein: Plasma spenden war ich nur, um mein karges Studentenbafög aufzubessern. Blut spenden kann ich auch empfehlen, wenn man einfach etwas Gutes tun möchte. Blut spenden kann jeder, der geeignete Werte hat. Fürs Plasma gehört noch eine sehr hohe Schmerzempfindlichkeit (und die richtigen Sexualpartner*) dazu. Aber nichts geht übers ausprobieren. Eine Erfahrung ist es allemal wert!
*siehe Seite 2: "Ausschluss von der Plasmaspende"
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