
Morgens, Karfreitag, 07:30 Uhr. Keiner von uns kann mehr schlafen. Es kribbelt uns in den Beinen. Lars und ich wollen einfach nur noch los. Geschätzte 100 Kilometer liegen vor uns. Von Hamburg aus soll es über Harburg, Hollenstedt und Heidennau nach Buchholz (an der Wümme) gehen. Die Fahrräder und Tachos sind bereit. Punkt Acht schwingen wir uns auf die Sättel.
Nach 27 Kilometer verlassen wir endlich Hamburg. Die Harburger Berge sind die Hölle. Aber auch später wird es nicht besser. Keine Berge mehr, aber dafür permanenter Gegenwind. Nach 40 Kilometern lässt die Kraft nach und der Hintern tut nur noch weh.
"Wessen Idee war das eigentlich, diese Tour?", frage ich Lars - dabei weiß ich, dass es mindestens genauso meine wie seine Idee war.
Nach sieben Stunden Fahrtzeit und 98 bzw. 93 Kilometern erreichen wir ein Dorf namens Nartum. Unsere Beine sind k.o. Mehr als 10 km/h schaffen wir schon längst nicht mehr. Bevor wir vollends zusammen brechen, greift Lars zum Telefon. Zwei Kumpels eilen uns mit dem Hänger zur Hilfe. Die Erlösung.
Fazit: Die Tour von Hamburg Richtung Bremen war wirklich hart. Obwohl die Radwege zumeist im guten Zustand sind und es viel von der Natur zu sehen gibt (jede Menge Rehe) - der ständige Gegenwind macht die Fahrt schnell zur Qual. Deshalb unbedingt merken: Nie von Hamburg nach Bremen, nur von Bremen gen Hamburg fahren. Es sei denn, der Wind hat mal Lust andersherum zu ...äh wehen.
P.S. Hier noch unsere Leistungsdaten:
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 13,93 km/h
- Höchstgeschwindigkeit: 42,89 km/h - ja, ich geb zu: da ging es gerade bergab
- Fahrtzeit: 07:02:39
- Schweißausstoß: 1,53 Liter (das hat das Tacho nicht angezeigt - ist nur geschätzt)
- - -
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen