4/16/2010

Auf meiner Farm wird froh geerntet!


Morgens, bevor es zur Arbeit geht, noch mit der Zahnbürste im Mund. Mittags, in der Pause, während das Aldi-Gericht in der Mirkowelle gart. Und schließlich abends in der Werbepause von Germany's next Topmodel.

Immer sobald ich Zeit finde besuche ich meine Farm.
Ernte ab, füttere den Esel, zupf Unkraut und beseitige Ungeziefer. Dann pflanze ich noch schnell zwei Kürbisse und sähe neue Blumen. Ja, ihr ahnt es bestimmt schon: Ich bin einem neuen Laster verfallen: Der Frohen Ernte-App auf dem VZ.

Aber was heißt Laster? Nein, ein Laster ist es nicht. Eigentlich, hoffentlich, spiele ich Frohe Ernte, um mich auf meinen eigenen Gemüsegarten vorzubereiten. Tomaten anpflanzen im wirklichen Leben - das wär doch was. Erbsen gießen. Unkraut jähten. Werden da eigentlich die Hände von schmutzig und tut der Rücken danach weh?

In der App läuft alles ohne unangenehme Begleiterscheinungen. Kein Schmutz. Kein Muskelkater. Das Sähen und Ernten dauert nur wenige Sekunden und ein Kürbis braucht 34 Stunden bis er gereift ist. Das ist dann im wahren Leben natürlich nicht mehr so. Das ist mir schon klar. Und das nehme ich auch auf mich - auch wenn's bestimmt schwer fallen wird. Aber dafür hat man bei der Ernte im Echt etwas, wofür sich die Plakerei wirklich lohnt: Etwas für den Mund, etwas, das schmeckt.

Am meisten freue ich mich schon auf die Erbsen. Ich kenne das noch von Oma und Opa aus dem Garten. Richtige Erbsen, noch aus der Schale - das war ein Genuss. Ein Gemüsegarten ist immer auch ein Schlaraffenland.

Aber bis ich den endlich habe, spiele ich weiterhin auf meiner Farm im VZ. Ich kann es nur empfehlen.
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